Am Donnerstag, den 4. Februar 2016, wurden bei Wiegand-Glas in Steinbach am Wald Mitarbeiter für 10-, 25- und 40-jährige Betriebszuge­hörigkeit geehrt. Des Weiteren wur­den 17 Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet. Die Jubilarehrungen sind fester Bestandteil im Jahreskalender der Wiegand-Glas Gruppe.

Der Geschäftsführer Nikolaus Wiegand bedankte sich, auch im Namen seines Cousins Oliver Wiegand, bei den Jubilaren und bei den Mitarbeitern, die in den Ruhestand verabschiedet wurden, für ihren Einsatz und ihre Treue zum Unternehmen. In seiner Rede betonte er, dass der Erfolg des Unternehmens zum großen Teil in den engagierten, treuen und qualifizierten Mitarbeitern begründet liegt. Das sei nicht selbstverständlich, zumal in der Vergangenheit einige Glashütten ihre Tore schließen mussten. Nikolaus Wiegand sprach auch von immer stärkeren Anforderungen, die bewältigt werden müssen und von einer bewegten Zeit. Aus seiner Sicht, so der Geschäftsführer, finde zurzeit eine Völkerwanderung statt, die nicht nur mit Freude, sondern auch mit Ängsten bei der Bevölkerung verbunden ist. Die Menschen sehnen sich nach einem Ort, an dem sie sich ­sicher fühlen. „Diesen Ort gibt es aber nicht.“

Erfolg ist nicht automatisch  übertragbar

Nikolaus Wiegand ging des Weiteren auf den Erfolg des Unternehmens in den letzten Jahrzehnten ein. Dieser sei nicht automatisch auf die Zukunft übertragbar. „Jeden Tag müssen wir alle dafür arbeiten.“ Der Geschäftsführer erwähnte den technischen Fortschritt, der für die Mitarbeiter immer neue Aufgaben mit sich bringt. „Ihr habt euch diesen Veränderungsprozessen gestellt.“ Was die Zukunft des Unternehmens betrifft, so sprach Nikolaus Wiegand von Schwierigkeiten, Fachkräfte und Auszubildende zu gewinnen. Und er ließ keine Zweifel daran, dass er sich vom Steinbacher Bürgermeister, Klaus Löffler, einiges verspricht, sollte dieser im September 2016 den Chefsessel im Landratsamt erobern. Er hoffe, dass bei einem Landrat Klaus Löffler der Landkreis Kronach und vor allem die Rennsteigregion in München, Berlin und Brüssel verstärkt Gehör finden werden. Bürgermeister Klaus Löffler sprach von einer bewegenden Rede des Geschäftsführers. Das Unternehmen Wiegand-Glas, das in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum am Standort Steinbach am Wald feiern kann, habe in den vergangenen Jahrzehnten „rasante Veränderungen“ erfahren. „Ihr ward daran beteiligt und habt mit zum Erfolg beigetragen“, würdigte der Bürgermeister das Engagement der Jubilare. Er sei sich sicher, dass diese auch weiterhin „das große Schiff Wiegand-Glas durch die raue See“ mit steuern werden. Lobende Worte zollte Klaus Löffler auch der Geschäftsführung und den Familien Wiegand, die nicht nur Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, sondern sich auch in sozialen Bereichen mit einbringen. In diesem Zusammenhang er­innerte er an den Bau der Rennsteighalle durch die Joachim Wiegand Sportstiftung und an das kommunalpolitische Wirken von Angela Wiegand in der Gemeinde und auf Landkreisebene. Überzeugt war der Bürgermeister, dass sich jede Kommune, bei der Wiegand-Glas einen Standort hat, darüber freut. Arbeitsplätze, so Löffler, könne die Politik nicht schaffen. Deren Aufgabe sei es, für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu sorgen. Sein Bürgermeisterkollege aus Schleusingen, Klaus Brodführer, sprach von einem traditionsreichen Unternehmen in sei­ner Stadt. Das über 50 Jahre alte Glaswerk habe die Nazizeit sowie die Kommunisten überstanden. Die Produktion stand nie still. Die Menschen identifizieren sich mit diesem Unternehmen. Damit die Mitarbeiter auch wei­terhin dem Unternehmen treu verbunden bleiben, müssen bestimmte Standards wie Weihnachtsgeld und ein angenehmes Arbeitsumfeld stim­men und erhalten bleiben, davon war der Betriebsratsvorsitzende des Steinbacher Glaswerkes, Werner Fehn, überzeugt. Auch er bedankte sich, ebenso wie die Personalleiterin Katrin Schrö­der, bei den Jubilaren und den in den Ruhestand verabschiedeten Mitarbeitern für ihre Loyalität zur Wiegand-Glas Gruppe.


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