Tag für Tag rollen die mit Fertigteilen beladenen Lkws von Coburg nach Großbreitenbach.

Die Rohbauarbeiten laufen gut und liegen im Zeitplan. Es stehen bereits die gesamten Fassadenplatten der Achse J (Traufseite in Richtung Halle 9), der Giebelseite und ein Großteil der Nebenräume, sodass demnächst die Decken in diesem Bereich fertiggestellt werden können. Nach dem Verguss der Deckenplatten wird dann der Boden betoniert.

Der gesamte BA6 teilt sich in einzelne Bauabschnitte auf: Der Bauabschnitt 1 umfasst einen großen Teil der Produktion und der Nebenräume. Dieser Bereich muss terminlich zuerst fertiggestellt werden, da hier zeitnah Maschinen aufgestellt und in Betrieb gehen sollen. Deshalb müssen auch die produktionsbedingten Nebenräume (Wasseranlage, Traforäume, Druckluft etc.) bereits frühzeitig fertiggestellt werden. Als Bauabschnitt 2 werden die restliche Produktion, die restlichen Nebenräume und Werkstatt mit Formenlager bezeichnet. Hier werden die Rohbauarbeiten bis Ende Juli abgeschlossen sein. Der 3. Bauabschnitt liegt in Richtung Lagerhalle mit Schleuse, Aufzug und Fahrbereich für das Verfahrsystem. Was man aber nicht vergessen darf ist, dass die Arbeiten nach Fertigstellung der Rohbauarbeiten noch lange nicht beendet sind: Innerhalb kürzester Zeit müssen alle Ausbaugewerke ihre Arbeiten erledigen: Blechfassade, Fenster, Industrieverglasung, RWAs, Türen und Tore, Dach, Decke, Maler, Elektro, Heizung, Sanitär, BMA usw. Im Bereich der ersten Maschinenstellung müssen zum Beispiel innerhalb von 14 Tagen folgende Arbeiten, teilweise parallel, erledigt werden: Noch bevor die Bodenplatte gelegt wird, streicht der Maler mit Hilfe eines geländegängigen Steigers die Unterzüge, da er sich somit das Abkleben des Bodens spart (und außerdem keine „Sauerei“ macht, wenn die anderen Gewerke beginnen). Sobald die Betonbodenplatte ausgehärtet und wieder befahrbar ist, verlegt der Elektriker die Verkabelung für die Brandmeldeanlage und der Heizungsbauer die Verrohrung für die Deckenstrahlplatten an der Rohdecke. Im Abstand von 3 Tagen beginnt dann der Trockenbauer mit der abgehängten, gedämmten Rasterdecke. Wieder 3 Tage später beginnen die Monteure, die Deckenstrahlplatten zu installieren. Im Anschluss wird der Elektriker die Beleuchtung anbringen. Sobald die Maschine in diesem Bereich steht, ist ein Arbeiten an der Decke nämlich nur noch sehr schwierig möglich. Nach Fertigstellung des nächsten Abschnittes der Bodenplatte wandern die einzelnen Gewerke dann weiter. Parallel dazu müssen noch die Fenster und Türen/Tore eingebaut werden, um die Fassaden dicht zu bekommen. Wenn die Ausbaugewerke soweit abgeschlossen sind, kann in diesem Bereich maschinenseitig installiert werden, d.h. die Maschinen an sich, aber auch die gesamten Prozessmedien und Einbauten für die Produktion (z.B. Stahlbühnen, Kranbahnen).

Terminlich läuft die Baustelle bisher sehr gut, wobei man sagen muss, dass die heiße Phase erst noch vor uns liegt. Trotzdem hoffen wir weiterhin auf eine Fertigstellung des gesamten Projektes bis zum Herbst 2016.


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